Kurzfristig mit Last Minute in den Urlaub
Der Begriff Lastminute kommt ursprünglich aus der Tourismusbranche und bezeichnet die Angebote, bei denen der Abreisetag innerhalb nur 14 Tagen liegt. Im englischen Sprachraum versteht man den Begriff jedoch nicht. Den Ursprung dieses Begriffs liegt in den 1980er Jahren. Da begannen die Fluggesellschaften, Stornierungen und Überkapazitäten zu äußerst günstigen Preisen an den Flughäfen zu verkaufen. Lastminute-Flüge hatten einen sehr großen Erfolg und so wurde der Begriff auch auf andere Bereiche des Reisemarktes ausgedehnt.
Lastminute-Reisen wurden so zu einem sehr großen Bestandteil der Angebote der Reiseveranstalter. Manch ein Reiseveranstalter hat sie ausschließlich in seinem Programm. Laut der neuesten Untersuchung von Web-Tourismus wurden 2006 in Deutschland etwa 17,6 Mio. Lastminute-Reisen gebucht. Derzeit können Lastminute-Flüge nicht nur an den Flughäfen gebucht werden, sondern auch in vielen Reisebüros und im Internet. Im besonderen das Internet hat den Sektor deutlich angeregt. Die Lastminute-Angebote wurden schnell von der Mehrheit der Reisekunden gut akzeptiert, so dass sie Auswirkungen auf ihr Buchungsverhalten hatten. Der Trend ging fort von der frühzeitigen Buchungen. Er wendete sich hin zu Lastminute-Buchungen. Dies entwickelte sich zu einem Problem für die Reiseveranstalter. Längerfristige Planung war so schier unmöglich geworden. Bedingt durch die Senkungen der Preise für Lastminute-Reisen sanken auch schnell die Erträge der einzelnen Reiseveranstalter. Man versucht nun mit Frühbucher-Rabatten diesen Trend wieder umzuwenden.